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Verliebtheit - Paarliebe
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Wie im Leben entscheiden nicht so sehr die Ereignisse über die Qualität unseres Erlebens, sondern unsere Einstellung dazu.
Wenn uns eine schwere Krankheit trifft, macht es einen enormen Unterschied auf unser Erleben - und wie man mittlerweile weiss auch über die Heilungschancen - in welchen Sinnzusammenhang wir diese Krankheit stellen.
- als gerechte Strafe für eine empfundene oder vermeintliche Schuld,
- als Ungerechtigkeit, die uns widerfährt,
- als zufälliges Ereignis, auf das wir keinen Einfluss haben,
- oder als Entwicklungsweg, der etwas mit einem selbst zu tun hat und der Weg darin besteht, diesen eigenen Anteil herauszufinden.
In ähnlicher Weise spielt es auch eine grosse Rolle, wie Sie Ihre Beziehung, das Zustandekommen, die Qualität und auftretende Probleme betrachten.
Hierzu einige - hoffentlich - hilfreiche Einstellungen:
- Männer und Frauen sind verschieden.
Das sorgt für die gegenseitige Anziehung - aber auch für eine Menge Probleme. Weil jeder die Welt aus seiner Sicht sieht - und diese Sicht für die reale, richtige Sichtweise hält. Doch keine der Sichtweisen ist die bessere, oder die richtigere. Beide sind gültig, aber sehr verschieden. (Zu diesem Thema gibt es einige gute Bücher...) Frauen denken z.B. meist, dass solange man über Probleme in der Beziehung reden kann, die Beziehung in Ordnung ist. Männer hingegen glauben, dass wenn man erst mal “dauernd” über Probleme in der Beziehung reden muss, dies der Anfang vom Ende ist ...
- Krisen sind unangenehm - sorgen aber für Wachstum.
Leider passiert im Leben Einschneidendes meist nur über Schmerz und Leidensdruck. (Das gilt für uns selbst, für andere und für die ganze Evolution.) Natürlich wünsche ich Ihnen möglichst viele gute Zeiten in Ihrem Leben und Ihrer Partnerschaft. Aber wenn Sie auf Ihr eigenes Leben schauen: waren es nicht auch die Krisen, die Einschnitte, die plötzlichen Umwälzungen, die Ihre ganze Aufmerksamkeit und Ihren Ideenreichtum forderten?
- Betrachten Sie Ihre Partnerschaft als gemeinsamen Entwicklungsweg.
Durch diese Betrachtungsweise gewinnen Sie mehr Handlungsmöglichkeiten. Häufig hört man als Erklärung von gescheiterten Beziehungen “Wir haben uns auseinander gelebt.” “Wir passten nicht zusammen.” Das klingt, als ob man gegen Schwierigkeiten nichts machen könne. Natürlich stimmt das bisweilen, dass Partnerschaften auseinandergehen und es die beste Lösung ist. Doch aus meiner Erfahrung trennen sich die meisten Paare zu früh. Sie haben die Vorstellung, dass die auftretenden Probleme zu gross seien. Aber meist hatten sie einfach zu wenig Kenntnis darüber, warum Probleme zwischen Partnern überhaupt auftreten müssen). Und dass es auch nicht tausend verschiedene Partnerprobleme gibt, sondern vielleicht zehn. Ein paar Hinweise finden Sie auf dieser Website.
Entwicklungsweg heisst, dass die gemeinsame Reise Licht- und Schattenseiten hat. Und dass Sie an diesen Schwierigkeiten wachsen können, wenn Sie sich damit eingehend befassen. (Tun Sie das nicht, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass Sie denselben Schwierigkeiten beim nächsten Partner wieder begegnen. Weil die Probleme eben auch etwas mit Ihnen zu tun haben.)
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